Risikofaktoren bei der Beteiligung an WinFonds

Interessenten sollten vor der Entscheidung über eine Beteiligung an WinFonds die nachfolgenden Risikofaktoren sorgfältig lesen und abwägen. Der Eintritt eines Risikos oder mehrerer Risiken kann, einzeln oder zusammen mit anderen Umständen, erheblich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowohl der Zielgesellschaft als auch von WinFonds haben. Mitglieder könnten ihr investiertes Geld teilweise oder ganz verlieren. Die gewählte Reihenfolge der Risikofaktoren bedeutet weder eine Aussage über die Eintrittswahrscheinlichkeit noch über die Schwere bzw. die Bedeutung der einzelnen Risiken. Darüber hinaus können weitere Risiken und Aspekte von Bedeutung sein, die WinFonds derzeit nicht bekannt sind.

1. Unternehmensbezogene Risiken

Die Beteiligung an WinFonds, insbesondere die darin beinhaltete Beteiligung an Aktien ist, wie jede Investition in eine Gesellschaft/ein Unternehmen oder eine Beteiligung an einer Gesellschaften/einem Unternehmen, mit erheblichen Risiken verbunden. Interessenten wird daher unter dem Aspekt der Vermögensdiversifizierung geraten, in möglichst viele, sich voneinander unterscheidende Finanzanlageprodukte zu investieren, um so die möglichen Risiken zu streuen. Potentiellen Mitgliedern wird vor einer Beteiligung an WinFonds empfohlen, die Risiken der Vermögensanlage unter Berücksichtigung der nachfolgenden Darstellung der Risikofaktoren sorgfältig abzuwägen und zur Beurteilung der rechtlichen und steuerlichen Auswirkungen dieser Vermögensanlage einen Angehörigen der rechts- oder steuerberatenden Berufe zu konsultieren. Potentielle Mitglieder werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei Aktienbeteiligungen, vor allem bei Venture-Capital-Beteiligungen, wie hier, ein Totalverlust des Anlagekapitals möglich ist. Ein Interessent sollte daher nur einen angemessenen Teil seines Vermögens in Unternehmensbeteiligungen, insbesondere in Venture-Capital-Beteiligungen, investieren, um das Anlagerisiko möglichst weit zu streuen. Ausdrücklich abgeraten wird davon, Unternehmensbeteiligungen über Fremdmittel zu refinanzieren. Die Eingehung von hier angebotenen Beteiligungen sollte keinesfalls durch die Aufnahme von Krediten oder Ähnlichem finanziert werden. Im Rahmen der folgenden Risikobelehrung kann nur auf allgemeine Risiken einer Beteiligung an WinFonds als Gesellschafter eingegangen werden. Nicht berücksichtigt werden können individuelle Risiken des jeweiligen Interessenten. Jedem potentiellen Mitglied wird daher angeraten, unter Beachtung seiner persönlichen Verhältnisse alle Risiken gründlich abzuwägen und fachkundige Berater zu konsultieren.

1.1. Unternehmerisches Risiko

Mit der Beteiligung an WinFonds erwirbt der Interessent eine Stellung als Gesellschafter (Mitglied) der WinFonds. Damit übernimmt er gleichfalls das unternehmerische Risiko seiner Beteiligung am Unternehmen. Das Mitglied trägt damit insbesondere das unternehmerische Risiko, den Verlust seiner Einlage zu riskieren. Da WinFonds ihr Kapital in Unternehmen investiert, können sich für die Gesellschafter Risiken in der Weise ergeben, dass die aus den Projekten der Zielunternehmen erwarteten Erträge nicht oder nicht dauerhaft realisiert werden können. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass die investierten Mittel wegen wirtschaftlichen Misserfolgs ganz oder teilweise wertberichtigt werden müssen. Dies hätte zur Folge, dass die Rendite der WinFonds erheblich geringer ausfällt als prognostiziert. Im Falle einer erfolglosen Geschäftsentwicklung, insbesondere bei einer Insolvenz der Zielunternehmen, können die Einlagen verlorengehen. Es kann zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Ausdrücklich wird nochmals darauf hingewiesen, dass von einer Refinanzierung der Beteiligung an WinFonds durch die Aufnahme eines Bankdarlehens ausdrücklich abgeraten wird. Sollte es zu einem Teil- und Totalverlust der Einlage des Gesellschafters kommen, verliert er nicht nur sein in WinFonds investiertes Kapital, sondern er schuldet darüber hinaus seiner Bank die Rückzahlung des Darlehnsbetrages nebst Zinsen weiter, ohne über einen wirtschaftlichen Gegenwert zu verfügen. Für die Rückzahlung des Darlehens müssten dann andere wirtschaftliche Mittel des Mitglieds haften.

1.2. Risiko aus der Abhängigkeit von Personal

Der wirtschaftliche Erfolg von WinFonds ist maßgeblich abhängig vom wirtschaftlichen Erfolg der Zielunternehmen, in die WinFonds investiert. Der wirtschaftliche Erfolg der Zielunternehmen ist unter anderem abhängig von der Leistung ihrer Mitarbeiter in Schlüsselpositionen. Möglicherweise wird es sich künftig als schwer erweisen, benötigtes qualifiziertes Personal auf dem Arbeitsmarkt zu finden und zu adäquaten Konditionen zu verpflichten. Von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung und den wirtschaftlichen Erfolg sind ferner das Auffinden, das Schulen und das Motivieren des Personals. Sollte es Zielgesellschaften nicht gelingen, diese Aspekte im erforderlichen Umfang zu realisieren, hätte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WinFonds.

1.3. Risiko aufgrund Personenidentität von Herrn Schulz

Derzeit vertritt Herr Eckhard Schulz, geschäftsansässig Füllenbachstr. 4, 40474 Düsseldorf die Hauptversammlung der Zielgesellschaft Gold International SE. Herr Schulz kann damit entscheidenden Einfluss auf die Wahl des Vorstands der Gesellschaft ausüben. Derzeit ist Herr Schulz Vorstand der Gesellschaft. Er hat über die Grundlagengeschäfte wie z.B. einer Satzungsänderung zu entscheiden und ist gesetzlicher Vertreter der Gesellschaft. Herr Eckhard Schulz ist zudem Vorstand der Gold Group AG, die zur Geschäftsführerin von WinFonds bestellt ist. Herr Schulz hat damit über die Geschäfte von WinFonds zu entscheiden und ist bezüglich der Zielgesellschaft umfassend geschäftsführungs- und vertretungsbefugt. Die Gesellschafter der WinFonds müssen daher darauf vertrauen, dass Herr Schulz sowohl bei WinFonds als auch bei der Zielgesellschaft die wirtschaftlich richtigen Entscheidungen trifft. Sollten die Entscheidungen von Herrn Schulz wirtschaftlich falsch sein, haben die Gesellschafter, von WinFonds keine Möglichkeit, die Entscheidung zu verhindern, haften aber gleichzeitig mit ihrem Beteiligungskapital für die wirtschaftlich negative Entwicklung der WinFonds. Dies kann zum teilweisen oder zum vollständigen Verlust des Beteiligungskapitals führen.

1.4. Abhängigkeit von der Entwicklung der Zielgesellschaften

Der wirtschaftliche Erfolg der WinFonds ist zwingend abhängig vom wirtschaftlichen Erfolg bzw. der wirtschaftlichen Entwicklung der eingegangenen Beteiligungen. WinFonds wählt die Zielunternehmen, an denen sie sich beteiligt, sorgfältig und gewissenhaft aus. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass die wirtschaftliche Entwicklung dieser Zielunternehmen negativ verläuft. Eine negative Entwicklung der Zielunternehmen kann vielfältige Gründe haben, beispielsweise eine Veränderung in den wirtschaftlichen und/oder rechtlichen Rahmenbedingungen. Verantwortlich können auch andere Faktoren sein, wie beispielsweise Veränderungen im konjunkturellen Umfeld, im Finanzmarkt sowie dem Branchenumfeld. Auch die Managementfähigkeiten des Zielunternehmens sind für die wirtschaftliche Entwicklung entscheidend. Soweit das Management des Zielunternehmens die vorgenannten Aspekte nicht oder nicht adäquat berücksichtigt oder diesbezüglich Fehlentscheidungen trifft, kann dies erhebliche Auswirkungen auf den Wert der Beteiligung an diesem Zielunternehmen haben. Diese Auswirkungen könnten dazu führen, dass das in das Zielunternehmen investierte Kapital teilweise oder vollständig verlorengeht. Dies würde sich unmittelbar nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WinFonds auswirken.

1.5. Besondere Risiken der Zielgesellschaften

Die Zielgesellschaften sind überwiegend junge Unternehmen. Sie sind regelmäßig mit nur geringem Eigenkapital ausgestattet. Sie sind weder bereits in ihrem jeweiligen Markt etabliert noch verfügen sie über ausreichend Erfahrungswerte in ihrer Branche. Der Interessent wird daher darauf hingewiesen, dass die Finanzierungen von solchen jungen Unternehmen wesentlich risikoträchtiger sind als die Finanzierungen bei bereits etablierten Unternehmen. Da die jungen Unternehmen kaum über gefestigte Strukturen und Erfahrungen verfügen, ist es denkbar, dass sich die Geschäftsidee des Zielunternehmens nicht durchsetzt. Es ist zu beachten, dass die jungen Unternehmen in der Regel über kein ausreichendes Vermögen verfügen, um wirtschaftliche Fehlentscheidungen aufzufangen. Die Zielgesellschaften unterliegen daher einem erhöhten Insolvenzrisiko. Da sich die Gold Aktie als Venture-Captial-Geberin an anderen Unternehmen beteiligt, trägt sie ebenso wie ihre Zielgesellschaften selbst das volle unternehmerische Risiko. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Venture-Capital-Beteiligungen, wie alle anderen unternehmerischen Anlagen, extrem risikobehaftet sind.

1.6. Risiko der Veränderung steuerlicher und/ oder rechtlicher Rahmenbedingungen

Das Recht insgesamt wie auch das Steuerrecht unterliegen einem stetigen Wandel. Deshalb können die hier dargestellten Angaben nur den derzeitigen bzw. vorhersehbaren Stand darstellen. Eine Änderung der aktuellen Rechts- und Steuersituation kann daher für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Die WinFonds und ihre Gesellschafter übernehmen keine Haftung für die rechtlichen/ steuerrechtlichen Angaben.

1.7. Risiko aufgrund des derzeitigen Blindpool-Charakters der Beteiligung

Die Beteiligung an WinFonds hat insoweit Blindpool-Charakter, als künftige Investitionsvorhaben in Zielgesellschaften noch nicht feststehen. Darüber hinaus muss damit gerechnet werden, dass derzeit avisierte Investitionsprojekte im Ganzen oder teilweise nicht realisiert werden können und daher durch andere Projekte aus dem Betätigungsfeld der WinFonds ersetzt werden müssen. In diesem Rahmen sind Entwicklungen möglich, die zum teilweisen oder vollständigen Verlust des Beteiligungskapitals führen können.

1.8. Risiko aufgrund fehlerhafter Erwartungen und Annahmen

WinFonds knüpft hinsichtlich der Erreichung des Gesellschaftszwecks an eine Vielzahl von Erwartungen und Annahmen. Es kann nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden, ob diese eintreten. Es bestehen vielmehr naturgemäß eine Reihe von Unsicherheiten und Risiken. Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und/oder Ertragslage der Beteiligungen kann anders verlaufen, als erwartet worden ist. Insbesondere ist es möglich, dass die Beteiligungen Verluste erwirtschaften. Mit zunehmender Prognosedauer steigt die Gefahr fehlerhafter Erwartungen und Annahmen erheblich. Insbesondere folgende Faktoren können dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung von den getroffenen Erwartungen und Annahmen abweicht: Fehleinschätzungen des Managements, veränderte gesetzliche Bestimmungen, veränderte Rechtsprechung, veränderte Verwaltungsansicht oder veränderte behördliche Auflagen. Interessenten, die Beteiligungen erwerben wollen, werden gebeten, ihre Entscheidung nicht auf zukünftige Aussichten und Fiktionen zu stützen.

1.9. Änderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingung für Finanzinvestoren

Die Beteiligung an WinFonds beruht auf dem derzeit geltenden Recht. Sollten sich künftig Rechtsänderungen ergeben, können Vertragspartner von WinFonds aus geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen möglicherweise noch neue Rechte oder Ansprüche gegenüber WinFonds haben, die im Zeitpunkt der jeweiligen Vertragsabschlüsse nicht absehbar waren. Es kann ferner künftig zu abweichenden Gesetzesauslegungen kommen. Die Auswirkungen von Rechtsänderungen bzw. Gesetzesauslegungen könnten für den Bestand und für die Ertragslage der Beteiligungsgesellschaften sowie für die Gesellschafter von WinFonds nachteilige Folgen haben.

1.10. Wettbewerbsrisiken

WinFonds stehen im Wettbewerb mit anderen Venture-Capital-Gebern und anderen Finanzinvestoren. Dabei verfügen die Wettbewerber zum Teil über deutlich größere finanzielle und personelle Ressourcen. Je nach Zielgesellschaft kann dies zu einer Verstärkung der Wettbewerbssituation führen. Dies würde einhergehen mit einer Erhöhung des Kaufpreises für eine Beteiligung. Auch die Verringerung von attraktiven Zielgesellschaften könnte sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WinFonds auswirken.

2. Branchenbezogene Risiken

Die wesentlichen branchenspezifischen Risiken bestehen für die Geschäftsbereiche der Zielgesellschaften, in die WinFonds Investitionen tätigen wird, darin, dass die prognostizierten positiven Branchenentwicklungen nicht eintreten.

3. Risiken bezogen auf die Beteiligung an WinFonds



3.1. Risiko einer Beteiligung an einer Gesellschaft im Entwicklungsstadium

Bei WinFonds handelt es sich um Beteiligungen an jungen Gesellschaften. Es kann daher nicht auf eine Historie zurückgeblickt werden, die eine Prognose der Vermögensentwicklung erlaubt. Es lässt sich nicht garantieren oder zuverlässig vorhersagen, dass das Geschäftsmodell und die Strategie plangerecht umgesetzt werden können und der laufende Liquiditätsbedarf durch die Geschäftstätigkeit gedeckt werden kann. Für den Interessenten ist die Entwicklung im Ergebnis daher nicht vorhersehbar.

3.2. Risiko der freien Festlegung des Ausgabepreises

Der Ausgabepreis für die WinFonds wurde nach Einschätzung des bestehenden Kapitalbedarfs und einer zukunftsgerichteten Bewertung der Gesellschaften festgelegt. Dem Ausgabepreis steht derzeit noch kein entsprechender Unternehmenswert gegenüber. Es gibt keine Garantie, dass WinFonds den Kaufpreis bei einem Verkauf wieder erzielen kann. Selbst bei Eintreten der getroffenen Erwartungen und Annahmen gibt es keine Garantie dafür, dass Sie die WinFonds für den gezahlten Einstandspreis oder mit einem Gewinn veräußern können.